Tierarztpraxis Lautenschläger

Flöhe

Floh, so heißt der kleine ungebetene Gast, der sich auf unseren Lieblingen tummelt. Dieser ungewollte Mitbewohner ist ein Blutsauger, ein Parasit. Oft bleibt er für das ungeübte Auge unerkannt. Er benötigt täglich die 15-fache Menge seines Körpergewichts an Nahrung – also Blut. Die Flohweibchen legen die Eier im Fell des Tieres ab wo sie abfallen und in deren Umgebung und dadurch gelangen die Floheier überall dahin, wo sich das Haustier aufhält.

Entwicklung

Nun beginnt der Entwicklungszyklus: Aus dem Flohei schlüpft eine Larve, die sich vom Flohkot ernährt. Die Larve verpuppt sich und schließlich schlüpft ein erwachsener Floh, der sich sofort ein Opfer sucht! Diese Entwicklung dauert 3-4 Wochen.
Und so geht es weiter…..
Ein Flohweibchen legt am Tag 50 Eier, dass heißt an 2 Tagen 100 Eier…. Nach 30 Tagen können das bereits eine ¼ Million Flöhe in verschiedenen Entwicklungstadien sein.

Krankheitsanzeichen

Flöhe sind Blutsauger, Lästlinge, Auslöser und Überträger verschiedener Krankheiten. Folgen des Flohbefalls sind u.a.: Juckreiz, Hautauschläge und Flohbissallergien, welche bei Tieren (und manchmal auch Menschen) gar nicht so selten sind.
Aber auch Parasiten oder Bakterien können durch sie übertragen werden. Sehr häufig haben Tiere mit Flohbefall auch Bandwürmer, da Flöhe und Mäuse Hauptüberträger von Bandwürmern sind. Dies ist nicht nur äußerst unangenehm für ihr Haustier, sondern auch gesundheitsgefährdend.

Flohbefall – ja oder nein?

Wie können sie sehen ob ihr Tier Flöhe hat?
Flöhe sind nicht immer auf dem Tier zu finden.
Es gibt aber einige Möglichkeiten um nach einem evtl. Flohbefall zu schauen.
  • Ihr Tier mit einem Flohkamm gründlich durchkämmen, falls schwarze Krümel zu finden sind, diese  auf ein nasses Taschentuch bringen und sanft verreiben, wenn sich das Papier um die Krümel rötlich verfärbt, ist es Flohkot (verdautes Blut)
  • Legen Sie mehrere nasse Papiertücher oder ein nasses weißes Blatt unter ihr Tier, dann das Fell gut durchrubbeln und wenn schwarze Krümel drauf fallen, auf dem nassen Papier/Tuch sanft verreiben, färben sich diese rot, dann ist es Flohkot
  • Falls es nicht sicher klappt helfen wir Ihnen gerne weiter

Vorbeugung und Bekämpfung

Von Flohhalsbändern halten wir in der Regel Abstand. Die allermeisten sind in Insektizid getränkte Kunststoffbänder, die ständig große Mengen an Insektengiften in Puderform abgeben. Somit haben es die Menschen auch ständig an den Händen. Sie wirken nicht nur schädlich auf die Flöhe, sondern auch auf Sie, die Kinder und das Haustier. Auch Bienen und Fische erkranken und sterben daran, wenn Ihr Tier durch Wiesen läuft oder ins Wasser springt.
Es gibt heute eine Reihe von hochwirksamen und wesentlich weniger schädlichen Präparaten, die wir in unserer Praxis anwenden.

Vorbeugen:

Jeder normale Hund kann sich auch einmal einen Floh einfangen!  Eine gute Ernährung die das Immunsystem unterstützt, hilft dem Körper nicht so anfällig für Parasiten zu sein. Was kann zusätzlich gemacht werden? Zum Beispiel:

Knoblauch und Vitamin B in die Nahrung . In nicht zu großen Mengen wird dies sehr gut von Hunden vertragen. Bei manchen Hunden hilft es gut, vor allem bei Zecken. Katzen streiken meistens bei diesem Vorschlag..

Es gibt Präparate die im Nacken aufgetragen werden. Die Wirkstoffe sind rein pflanzlich (Neemöl und Kokos) die vorbeugend gut wirken und auch einen Monat halten.  Sie wirken auch abwehrend gegen Zecken. Sie gibt es für Hunde und Katzen.

Weg mit den Flöhen!

Bei Befall gibt es einfach anzuwendende Mittel, die als Ampulle 1x im Monat auf den Nacken aufgetragen werden. Sie wirken nach 1-maligen Auftragen 4 Wochen lang.
Dies muss je nach Fall bis zu 3 Monaten durchgeführt werden, um den Großteil der heranreifenden Flohpopulation zu erfassen.
…Und dann?
Wichtige Maßnahmen:
Bei höchster Wattzahl staubsaugen – und zwar überall wo sich unser Haustier aufhält.
Die Decken, Kissen etc…bei mindestens 60°C in der Waschmaschine waschen oder alles vor dem Waschen für eine Woche in einem Beutel in die Tiefkühltruhe legen.
Bei Katzen darf der Transportkorb nicht vergessen werden, und bei Hunden das Auto.
Heutzutage gibt ungiftige Umgebungssprays für Polstermöbel, Teppiche, Autos etc. die hochwirksam sind.
Flöhe und Mäuse sind die Bandwurmüberträger schlechthin. Deshalb muss bei jeder Flohbekämpfung auch eine gezielte Entwurmung erfolgen. Sonst hat ihr Freund den einen Blutsauger endlich los, aber dafür den anderen bekommen und behalten.
Es gibt Tiere die anfälliger für Flöhe oder Parasiten sind als andere, und dies hat oft einen Grund. Die Ursache kann eine geschwächte Abwehr, einen Vitamin-, Mineralstoff- oder Spurenelementmangel, eine Grunderkrankung die unerkannt schlummert und das Tier schwächt, und vieles weitere mehr, sein.
Für Fragen zu den empfohlenen Produkten oder bei Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Maßnahmen, melden sei sich einfach bei uns, wir helfen Ihnen gerne weiter! ☺
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Tierarztpraxis
Ina Lautenschläger